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NIFA plus - Netzwerk zur beruflichen Teilhabe von Geflüchteten

Das Projekt NIFA plus - Netzwerk zur beruflichen Teilhabe von Geflüchteten wird im Rahmen des Programms „WIR − Netzwerke integrieren Geflüchtete in den regionalen Arbeitsmarkt“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert.

Projektlaufzeit 01.10.2022 - 30.09.2026

Aktuell

​​​​​​​Das Projekt "NIFA plus – Netzwerk zur beruflichen Teilhabe von Geflüchteten" in der Mitmachhütte des Goldstadt Weihnachtsmarktes vorgestellt

Am 30. November 2023 wurde in der Mittmachhütte des Pforzheimer Goldstadt Weihnachtsmarktes das Projekt „NIFAplus“ vorgestellt. Die Projektmitarbeiterinnen, Frau Fabiana Reinhardt und Frau Hannah Dittrich, haben zusammen mit ihrem Kollegen von der GBE, Herrn Torsten Daul, interessierte Besucherinnen und Besuchern des Weihnachtsmarktes über das Projekt und die Möglichkeiten der Teilhabe am Projekt informiert.

Das überregionale Netzwerk NIFA plus setzt sich intensiv mit der beruflichen Teilhabe von Geflüchteten auseinander und bietet ihnen in Form von Beratungen und Begleitungen eine Unterstützung auf ihrem Weg in die Arbeitswelt. In Pforzheim ist das Netzwerk mit zwei Teilprojekten vertreten. Ein Teilprojekt wird im Bereich des Jugend- und Sozialamtes unter der Leitung der Integrationsbeauftragten Frau Anita Gondek und das zweite Teilprojekt wird bei der Gesellschaft zur beruflichen Eingliederung (GBE) unter der Leitung von Frau Sonja Winter durchgeführt.

Die Vorstellung des Projektes in der Mittmachhütte auf dem Goldstadt Weihnachtsmarkt sollte, so die Idee der Projektmitarbeiterinnen, unkonventionell auf das Projekt aufmerksam machen und gleichzeitig potenzielle Teilnehmer oder Personen, die sich in der Arbeit mit Geflüchteten engagieren, für das Projekt gewinnen. Diese Idee ging auf, denn neben vielen Gesprächen mit den Weihnachtsmarkbesucherinnen und -besuchern, bei denen es um das Projekt und um Fragen rund um das Thema Migration und Flüchtlinge ging, konnten die Projektmitarbeiterinnen auch konkrete Beratungstermine mit interessierten Geflüchteten vereinbaren.  

Die Kombination aus festlichem Ambiente und dem informativen Angebot der Mitmachhütte erwies sich als fruchtbar und zielführend. Daher soll auch im kommenden Jahr die Mitmachhütte auf dem Goldstadt Weihnachtsmarkt für ein paar Stunden zum Ort der Information und Beratung für das Projekt „NIFAplus“ verwandelt werden.

 

Projektziel

NIFA plus ist ein Netzwerkverbund mit verschiedenen Partnerorganisationen aus den Bereichen öffentliche Verwaltung, Flüchtlings-, Bildungs- und Beratungsarbeit in den Regionen Stuttgart, Tübingen, Pforzheim sowie den Landkreisen Hohenlohe und Main-Tauber. Der Netzwerkverbund unter der Koordination der Werkstatt PARITÄT gGmbH verfügt über umfangreiche Erfahrungen aus dem Vorgängerprojekt NIFA.

Der Schlüssel zur Integration von Geflüchteten in die Gesellschaft und der Grundstein für ein selbstständiges Leben ist die Aufnahme einer Ausbildung oder Beschäftigung. Doch die aufenthalts- und sozialrechtlichen Rahmenbedingungen sind sehr komplex und erfordern besondere Beratungs- und Unterstützungsangebote sowohl für Geflüchtete als auch für Arbeitgeber*innen und Multiplikator*innen.

Das Projekt „NIFA plus – Netzwerk zur beruflichen Teilhabe von Geflüchteten“ hat sich daher das Ziel gesetzt, die Beschäftigungsfähigkeit von Geflüchteten mit Arbeitsmarktzugang durch individuelle Maßnahmen zu erhöhen und sie nachhaltig bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu unterstützen sowie die Zugänge zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt strukturell zu verbessern.

Zielgruppe

Die Teilnehmendengruppe des Projekts umfasst Geflüchtete mit Aufenthaltsgestattung, Duldung und Aufenthaltserlaubnis mit mindestens nachrangigem Zugang zum Arbeitsmarkt. Gleichzeitig richtet sich das Projekt an Akteur*innen im Bereich der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten, bspw. Ehrenamtliche, Mitarbeitende der Arbeitsagenturen und Jobcenter, Arbeitgeber*innen aus Betrieben, Unternehmen, Verwaltungen und Kammern, wie auch weitere Multiplikator*innen.

 

Angebote für Geflüchtete

Für Geflüchtete und Bleibeberechtigte aus Drittstaaten wird eine individuelle Beratung und Betreuung auf Deutsch und Englisch angeboten. Bei Bedarf kann ein*e Sprachmittler*in hinzugezogen werden. Projektteilnehmer*innen können sich über berufliche und schulische Möglichkeiten informieren, werden bei der Feststellung ihrer Kompetenzen unterstützt und erhalten Hilfe bei Bewerbungen bzw. Kontaktaufnahmen mit Arbeitgebern.

NIFA plus vermittelt darüber hinaus in Deutschsprachförderangebote, hilft bei der Anerkennung ausländischer Schul- und Berufsabschlüsse und bietet Hilfestellung bei der Identifikation und Vermittlung in passende Qualifizierungsangebote, etwa für Mediziner*innen.

Auch nach einer erfolgten Vermittlung stehen die Mitarbeiter*innen des NIFA plus-Projekts, etwa bei Problemen in der Ausbildung, als Ansprechpartner*innen zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass eine sinnvolle, längerfristige Betreuung im Rahmen von NIFA plus nur gewährleistet werden kann, wenn Sie bereit sind, regelmäßig zu Beratungsterminen zu erscheinen und die Projektmitarbeiter*innen über Veränderungen in Ihrem Leben (Aufnahme einer Arbeit oder Ausbildung, berufliche Umorientierung, Änderung von Anschrift, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse) zu informieren.

Das NIFA plus-Projekt unterstützt nicht bei der Wohnungssuche oder beim Ausfüllen von Formularen. Wo es möglich ist, verweisen die Projektmitarbeiter*innen an die zuständigen Anlaufstellen.

Angebote für Multiplikator*innen

Die sozial- und arbeitsmarktpolitischen Anforderungen an Multiplikator*innen aus dem Bereich berufliche Teilhabe von Geflüchteten sind seit einigen Jahren erheblich gestiegen. Damit rückt die Fachberatung als qualitätssicherndes und -entwickelndes Unterstützungssystem in den Fokus.

Betriebe, Unternehmen, Verwaltungen und Kammern können sich bei NIFA plus über die Ausbildungs- und Arbeitsaufnahme von Geflüchteten informieren. Neben der Fachberatung werden Schulungen für Arbeitgeber*innen zu Themen rund um die Einstellung von Geflüchteten angeboten. Die Beratung kann dabei helfen, Ihre Fragen zur beruflichen Teilhabe von geflüchteten Menschen zu beantworten und Ihr fachliches Wissen zu erweitern. Auch Beschäftigungsprojekte in Zusammenarbeit mit der Arbeitgeberberatung des Jobcenters Pforzheim sind unter bestimmten Umständen möglich.

Projektpartner

Überregional:

  • Projektträger ist die Werkstatt PARITÄT gGmbH

Pforzheim:

Stuttgart:

  • AGDW e.V.
  • Evangelische Gesellschaft Stuttgart e.V.

Tübingen:  

  • Asylzentrum Tübingen e.V.
  • Bruderhaus Diakonie – Stiftung Gustav Werner und Haus am Berg

Hohenlohekreis:

  • IRIS e.V.

Main-Tauber-Kreis:

  • Kolping Bildung und Soziales gGmbH

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